News
Akita
Sachiko
Hündinnen
Rüden
Welpen
Pensionisten
Sofahunde
Rest des Rudels
Tiere am Stern
Fun
Ernährung
Galerie
Kontakt
Links
Änderungen

 

   

   

RASSEBESCHREIBUNG

Die Beschreibung des Akitas liest sich meist ganz nett. Er ist ruhig, ausgeglichen, treu und anhänglich. Er ist Stolz mit viel Adel und Würde. Sein Auftreten ist Majestätisch. Natürlich ist er auch ein „wenig“ stur und eigensinnig. Doch damit wird man doch leicht fertig. Hauptsache er ist treu. Ja, treu so wie Hachiko. Tolle Geschichte, super um den Hund in ein total falsches Licht dastehen zu lassen. Der Hund geht jeden Tag zum Bahnhof und holt seinen Herrn dort ab. Wer jetzt tatsächlich glaubt das von seinem Akita erwarten zu könne, der irrt sich aber gewaltig.

Er würde zwar täglich das Haus verlassen, aber sicher nicht um seinen Menschen abzuholen. Er würde die Zeit eher für eine genüssliche Jagd oder für eine kurze Diskussion mit Artgenossen nutzen. Der Akita hat ein sehr stark ausgeprägtes Territoralverhalten. Sein Revier ist ihm heilig und uneingeladene Besucher duldet er überhaupt nicht. Er hat eine sehr große Individualdistanz die man als anderer Vierbeiner auch unbedingt akzeptieren und nicht uneingeladen unterschreiten sollte. Der Akita spricht noch eine sehr Urtümliche Sprache die leider viele andere Rassen nicht mehr sprechen oder sie einfach ignorieren. Was die Begegnung mit anderen Hunden oft schwierig macht.

Wer glaubt mit einem Akita gemütlich auf die Hundewiese gehen zu können, um mit den anderen Hundebesitzern zu tratschen und den Hunden beim spielen zuschauen zu können, der irrt sich leider schon wieder. Er legt großen Wert auf  Beschwichtigungssignale und sucht sich seine Freunde genau aus. Sein Auftreten ist sehr selbstsicher.Er lebt nach dem Motto „ich da, ich Chef“. Sprich freilaufende Hunde die seine Individualdistanz unaufgefordert unterschreiten sind ein rotes Tuch für ihn. Da hilft es auch nichts dass der andere Hund „eh nicht´s tut“ oder „der will doch nur spielen“. Er hat dann eher eine ruppige Methode um den anderen Hund das klar zu machen. Hunde die seine Eigenheiten akzeptieren, seine Sprache sprechen und sich an die üblichen Beschwichtigungssignale halten, können aber gute Freunde des Aktias werden. Sein Rudel und seine Freunde sind ihm heilig.

Ansonsten ist der Akita eher ein Einzelgänger, er braucht keine anderen Hunde zu seinem Lebensglück, er braucht nur seinen Menschen. Der Besuch einer Hundeschule und die Sozialisierung mit Artgenossen sind beim Akita Pflicht. Was aber noch lange keine Garantie für einen Hund ist der mit allen anderen Hunden spielen will und alle anderen akzeptiert. Er ist ein richtiger Eigenbrötler eben.  

Wobei wir auch schon beim nächsten Punkt wären. Wer mit dem Akita völlig im Gedanken versunken durch Wald und Wiesen wandern will wird ganz schnelle eines besseren belehrt. Er ist ein perfekter Jäger und so schnell kann man gar nicht schauen ist er schon über alle Berge und einem Reh oder Hasen hinterher. Die liebevolle aber sehr konsequente Erziehung versteht sich von selbst, ist aber angesichts seiner Sturheit nicht leicht. Wer versucht mit Druck zu arbeiten wird nur „Gegendruck“ ernten. Der Akita hat gelernt eigenständig zu denken und zu handeln. Er hinterfragt jeden Befehl ob es auch Sinn macht ihn auszuführen. Sieht er keine Notwendigkeit darin wird es bleiben lassen. Er ist kein Hund der voller Freude schwanzwedelnd jeden Befehl seines Herren ausführt. Er macht es einmal, vielleicht ein zweites mal, aber bestimmt kein drittes mal. Die Ausbildung ist eine wahre Herausforderung, aber nicht unmöglich. Man muss nur wesentlich mehr Zeit und Geduld darin investieren. Der Akita ist kein Hund der sich mit dem Leben im Garten begnügt. Er braucht viel Beschäftigung. Geistige und natürlich auch körperliche.

Ansonsten ist der Akita ein angenehmer Begleiter. Er liebt es in der Nähe seines Menschen sein zu können ohne dabei aber aufdringlich zu sein.

Der Kauf dieses Hundes muss wirklich gut überlegt sein.  Der Akita ist definitiv kein Hund für Jedermann. Aufgrund seiner Eigenheiten ist es ein absolutes muss mit ihm vom ersten Tag an intensiv zu arbeiten. An der Sozialisierung, am Anti-Jagd-Training, an der Grunderziehung allgemein. Vorausgesetzt man dringt zu diesem „Majestätischem Esel“ der die Ohren wieder mal auf durchzug hat auch durch.

Kann man mit diesen Eigenheiten leben, hat man die Nerven, Kraft und Ausdauer sich täglich mit diesem Urigen Hund auseinanderzusetzen, hat man einen tollen Begleiter, mit dem es einem sicher nie langweilig wird. Man hat den Besten Hund den es gibt und einmal vom Akita Virus gepackt bleibt man normalerweise ein Lebenlang infiziert.

 

 

 

 
Copyright © 2005-2010 Seijitsu-Tamashii Akitas