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Sachiko

geboren am 04.01.2008 gestorben am 28.02.2008

 

Still, seid leise,

es ist ein Engel auf der Reise.

Sie wollte nur kurz bei uns sein.

Warum sie ging, weis Gott allein,

vergesst sie nicht, sie war so klein.

 

Ein Hauch nur bleibt von ihr zurück,

in meinem Herzen ein großes Stück.

Sie wird jetzt immer bei uns sein,

vergesst sie nicht, sie war so klein.

 

Geht nun ein Wind am milden Tag,

so denkt es war ihr Flügelschlag.

Und wenn ihr fragt, wo mag sie sein?

Ein Engel, der ist nie allein!

 

Sie kann jetzt alle Farben sehen,

auf Pfoten durch die Wolken gehn,

und wenn ihr sie auch so vermisst

und weint, weil sie nicht bei euch ist,

dann denkt, im Himmel, wo´s sie jetzt gibt,

erzählt sie stolz:

ICH WERD GELIEBT!!

 

(Verfasser unbekannt)


 

Sachikos Geschichte

 

Bevor ich Anfange die Geschichte über Sachiko zu erzählen muss ich eines vorweg sagen. Sie war ein Engel, sie war ein Engel wie er mir noch nie im Leben begegnet ist. Ihre Geschichte ist traurig und hat kein Happy End.

Die Geschichte begann am 04.01.2008. Ihre Geburt.

Der Wurf bzw. ihre Geburt stand unter keinem guten Stern. Ihre Schwestern erkrankten in den ersten 2 Wochen an einer Lungenentzündung und starben trotz intensiver Behandlung. Sachiko selbst erkrankte auch, die Behandlung hatte bei ihr aber angeschlagen. Sie wurde allerdings zum intensiv Patienten. Ich zog sie mit der Flasche auf, aktivierte ihre Verdauung und kuschelte mit ihr. Sprich ich wurde ihre Mutter. Die erste Zeit habe ich sogar des Öfteren in der Wurfkiste übernachtet, vor allem wenn sich wieder mal ein Drama bezüglich ihrer Gesundheit anbahnte.

           

Sie hatte oft Verdauungsschwierigkeiten und ich saß oft Tag und Nacht bei ihr um ihr den Bauch zu massieren. Ich wusste dass die ersten 3 Wochen die entscheidensten sein würden. Ich lies sie nicht aus den Augen. Ich habe das Schlafzimmer so gut wie gar nicht mehr verlassen. Als sie dann endlich 3 Wochen alt war konnte ich es gar nicht glauben. Ich gab ihr noch eine weitere Woche und dann wollte ich ihr endlich einen Namen, den Namen geben. Denn ich wusste eines ziemlich schnell wenn die Kleine das überlebt dann ist sie ein Glückskind und so sollte sie auch heißen. „Sachiko“ was Kind des Glücks heißt.

        

Sie schaffte die vierte Woche mit so manchen großen und kleinen Gesundheitsproblemen. Mal hatte sie Verstopfung dann hat sie wieder alles erbrochen um ein paar Stunden später auch noch Durchfall zu bekommen. Sie hatte es aber geschafft, sie wurde 4 Wochen alt.  Und nachdem ich schon 4 Wochen Urlaub in ihre Betreuung gesteckt hatte (Tausend Dank an meine Chefin) um mich wirklich 24 Stunden nur ihr widmen zu können war sie mein „Kind“ und ich ihre „Mama“.

Das größte Problem mit dem wir zu kämpfen hatten war das sie eigentlich viel zu wenig zunahm. Wir erklärten uns das mit ihrer schweren Erkrankung und das sie einfach länger braucht. Dabei liebte sie das essen, und ihr Lieblingsplatz war die Küche. Wir ließen alles langsam angehen um sie nicht zu überfordern und um sie vor allem nicht zu schwächen. Dabei muss ich sagen dass sie gesund war. Sie war lustig spielte mit mir und mit den anderen Hunden.

           

                     

Vor allem Hakuryu wurde ihr Lieblingsspielgefährte.

     

Für mich war ab der 4 Woche klar dass sie meine Hündin ist und dass sie mich nun für immer begleiten wird. Wir waren unzertrennlich sie schlief am liebsten in meinen Armen ganz dicht an meinen Hals gekuschelt. Wenn ich sie hochnehmen sollte versuchte sie immer an meiner Hose hochzukrabbeln und jammerte. Es machte mir auch nichts aus denn ich liebte dieses kleine weiße Monster über alles.

      

Mit 5 Wochen bekam sie ihre erste Impfung da sie ja keinen Mutterschutz hatte. Ich impfte sie nur gegen Parvo und mit 7 Wochen sollte sie die zweite bekommen. Es verlief alles glatt sie hat die Impfung gut vertragen, sie war ein wenig müde doch das ist ja normal.

    

Mit 7 Wochen bekam dann auch ihre zweite Impfung, dieses mal merkte man überhaupt nichts. Sie war nicht einmal müde. Das einzige was uns gar nicht gefiel war, dass sie einen stark erhöhten Herzschlag hatte. Für mich war klar dass ich das so schnell wie möglich von einem Spezialisten anschauen lassen würde. Aber ansonsten waren wir Glücklich denn jetzt konnte uns doch eigentlich nichts mehr passieren.

  

Am Montag begleitete sie mich das erste mal mit zur Arbeit, wo sie vorbildlich war. Sie war allerdings immer vorbildlich, ich hatte noch nie so einen braven Welpen.

   

 Am Montagnachmittag als wir wieder zu Hause waren war sie sehr müde, ging gleich schlafen, was ich natürlich auf den Ausflug zu meiner Arbeit deutete. Am Abend wollte sie nicht so gut fressen was mich eigentlich auch nicht wirklich aufregte, ich war der Meinung dass sie einfach nur müde war. In der Nacht von Montag auf Dienstag um halb eins begann sie dann zu erbrechen. Nicht oft 2-mal doch am Dienstag wollte sie nichts mehr essen. Ich bin noch vor beginn der Ordination zu meiner Chefin gefahren. Sie hatte kein Fieber, ihr Herz war ruhiger, somit bekam sie eine normale Behandlung die sofort Anschlug. Gegen Mittag hab ich sie das erste mal gefüttert nur ein wenig, Schonkost. Das behielt sie unten somit bekam sie am späten Nachmittag noch mal Schonkost was sie total gerne verputzte und auch im Magen blieb. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch allerdings begann sie dann plötzlich mit intensiverem erbrechen und Durchfall. Bis zum Morgen steigerte sich der Durchfall vor allem sehr stark. Bei meiner Chefin bekam sie sofort eine Infusion und alles was man so kleinen Hunden an Medikamenten verpassen kann. Ich habe sie mittags mitsamt der Infusion und noch einer Ladung Medikamente mit nach Hause genommen. Doch es war schon zu erkennen das ihr Zustand nicht gut war. Ihr Erbrechen und auch der Durchfall waren einfach nicht zu stoppen. Zu Hause ging es ihr kurzzeitig besser sie hat für ein paar Stunden mit dem erbrechen aufgehört doch um 23 Uhr hat alles wieder angefangen. Ich konnte ihr nicht zu viel Infusion geben da wir schon den Verdacht eines Lungenödems hatten und zu wenig würde erst recht ihren Tod bedeuten. Ich bin die ganze Zeit bei ihr gesessen und habe ihre Infusion überwacht. Sie war so was von Geduldig. Sie hielt mir sogar immer ihre Pfote entgegen damit ich die Infusion oder den Verband wechseln konnte. Gegen Mitternacht verschlimmerte sich ihr Zustand und um halb eins war ihr Kampf vorbei.

Ich konnte es kaum glauben. Ich habe über 7 Wochen um sie gekämpft Tag und Nacht. Wir haben ihr alles gegeben was man so kleinen Tieren nur verabreichen kann inklusive Homöopathie, geholfen hat nichts.

Gestorben ist sie an einem zu geschwächten Körper. Ich habe meine Chefin gebeten sie anzuschauen damit ich weis woran sie gestorben ist. Es war definitiv kein Parvo. Das haben wir mit einem Test nachgewiesen. Sie starb einem total defektem Herzen wahrscheinlich aufgrund der Infektion (Lungenentzündung) in den ersten Wochen. Ihr Herz und der Brech-Durchfall das war zu viel für sie. Dabei habe ich am Dienstag noch gesagt „wenn sie das überlebt fahren wir zum Herzspezialisten“. Sie hat es leider nicht überlebt. Mein kleiner weißer Engel musste sterben. Ich verstehe es nicht und werde es wahrscheinlich nie verstehen. Ich bin allerdings froh und dankbar dass ich die Gelegenheit hatte dieses wunderbare Lebewesen kennen und lieben zu lernen. Ich hatte die Ehre sie fast 8 Wochen lang zu begleiten und sie hat mir in diesen Wochen so viel gezeigt und gelernt. Ich weis ich werde sie immer lieben sie wird immer in meinen Herzen sein. Mein kleiner Engel SACHIKO.

 

Sachiko geboren am 04.01.2008 gestorben am 28.02.2008

Fotos von unserem letzten gemeinsam Wochenende

 

      

Sie hatte zwar nicht viel Zeit auf Erden aber diese Zeit hat sie genossen.

     

 

Bedanken möchte ich mich noch bei meinen Mann Toni, ohne ihn hätte ich diese Zeit nicht geschafft. Meiner Chefin Dipl. Tzt. Sabine Prechtl die nicht nur Verständnis dafür hatte das ich an manchen Tagen unansprechbar war und fast meinen ganzen Jahresurlaub auf einmal verbrauchte sondern sich auch sehr um uns und unsere Betreuung bemüht hat. Egal zu welcher Tages oder Nachtzeit. Und auch Sonja die mich oft bis zu dreimal täglich anrief um sich nach den kleinen und nach meinen Zustand zu erkundigen. Sie war immer da wenn ich jemanden zum reden brauchte und gab mir so viele hilfreiche Ratschläge. Vielen Dank.

 

 

 

 

 
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