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Geboren am 02.06.1996 gestorben am 17.10.2009 Es hat lange gedauert bis wir uns dazu durchringen konnten die Seite von Oskar zu gestallten. Jetzt ist es irgendwie so endgültig. Oskar war ein besonderer Hund. Er war mein Hund, mein erster eigener Hund. Ohne ihn hätten wir nie Akuma bekommen und ohne Akuma nie Kirei. Ja, und das war unser Team. Oskar, Akuma, Kirei. Ohne sie hätte es unsere Zucht nie gegeben. Ohne Oskar wäre meine Leben wahrscheinlich ganz anders verlaufen. Ich glaube, ohne ihn wären Toni und ich uns nie so nahe gekommen. Wir wären sicher nie ein Paar geworden hätten wir nicht so viel Zeit mit Oskar und unseren gemeinsamen Spaziergängen verbracht. Ich habe von Oskar viel gelernt.
Er zeigte mir wie schön das Leben sein kann. Er lehrte mich wie schön die Natur ist, wie wichtig es ist die Zeit mit seinen Lieben zu verbringen. Und er lehrte mich auch tolerant zu sein. Und um mit ihm und seien Macken leben zu können musste man sehr tolerant sein. Wir hatten auch viele reiberein. Ich bin mir ja noch immer nicht so ganz sicher ob nicht irgendwann einmal ein Akita beim ihm dabei war. Denn er war stur. Verdammt stur und eigensinnig. Bekommen habe ich ihn als Schäfer-Husky Mischling. Vom Schäfer hatte er die Krankheiten und vom Husky das Temperament.
Laufen war seine Lieblingsbeschäftigung. Wenn ich sein Geschirr vom Haken nahm wusste er dass es losging, und er war nicht mehr zu bremsen. Das war auch immer unser Problem. An meinem Fahrrad gab es so gut wie kein gutes Teil mehr, da wir so viele Unfälle bauten. Meistens lief er schon los bevor ich überhaupt am Rad saß. Stehen bleiben war ein Fremdwort für ihn. Daher bin ich schon ein kleiner Experte in „wie rollt man sich nach einem Salto vom Rad richtig ab“. Unsere Tägliche Ausfahrt lockte sogar die Nachbarn aus dem Haus die sich das lustige Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Wenn die Wahnsinnige wieder mal fliegt. Er hat aber auch viele wirklich tolle Leistungen vollbracht. In der Hundeschule war am Anfang die Lachnummer doch danach war er der Vorzeigehund. Wir, und die Trainer waren wirklich stolz auf ihn. Er hat einige Prüfungen abgelegt. Begonnen haben wir mit der BGH-A mit Leine. Ohne Leine konnte ich ihn am ganzen Platz suchen. Danach die BGH 1 mit einem „Vorzüglich“ mit 97 von 100 möglichen Punkten. Eine tolle Leistung. Danach die BGH 2 und ein paar Agillity Prüfungen wobei wir mit Agillity bald wieder aufhörten. Das war nicht seins. Er schleckte die Hürden ab, lief unten durch oder gleich vorbei. Rollte sich in der Wiese oder blieb am Start einfach sitzen und kratze sich mit einer Hingabe das sogar die Richter lachen mussten. Wir wagten uns sogar an Obedience. Und er war wirklich gut. Wir haben viel trainiert und schließlich lies uns der Trainer zur Prüfung antreten. Schwerer Fehler. Oskar hatte an diesem Tag zu viel „Clown Wasser „ getrunken. Was er da für Aktionen schob, unwahrscheinlich. Beim Ablegen lag er am Rücken die Pfoten alle vier zum Himmel gestreckt. Aus dem Absetzen in der Bewegen machte er ein perfektes Abstellen (das aber eigentlich ist der in der zweiten Stufe verlangt wird). Und beim identifizieren wo er von fünf Hölzern die ausgelegt werden nur das eine bringen soll das nach mir riecht. Brachte er mir zuerst auch meines, auf anhieb. Doch dann war er der Meinung, dass sich das eine bei mir sicher einsam fühlt und brachte mir voller Begeisterung alle Hölzer. Natürlich sind wir durchgefallen. Danach wagten wir uns an die Fährtenarbeit und das war genau das richtige für Oskar und auch für Akuma. Die beiden schafften es in Rekordzeit von der FH1 bis zur FH3. Wobei die FH3 wirklich die Königsdisziplin in der Fährtenarbeit ist. So manche tollen Schäferhunde fliegen bei dieser sehr schweren Prüfung. Oskar und auch Akuma schafften es beim ersten Anlauf.
Leider machten die Krankheiten vor ihm nicht halt. Er war vom Tag seiner Geburt ein Montagshund. Einer dieser „Gesunden Mischlinge“. Er hatte vom ersten Tag an Durchfall den wir fast nicht in Griff bekommen haben. Er wollte nichts fressen, hatte Hautprobleme und sehr viele Allergien. Dann wollte er fressen und durfte aber aufgrund seiner Allergien nichts mehr. Er hatte eine Bauchspeicheldrüseninfektion die er fast nicht überlebte und 2001 musste er wegen eines Bandscheibenvorfalles operiert werden.
Alles steckte er weg, alles konnten wir heilen. Doch im Jänner 2007 diagnostizierte meine Chefin Leberkrebs bei ihm. Anfangs gaben wir ihm ein halbes Jahr. Der Krebs wuchs sehr schnell. Eine Operation kam für uns nicht in Frage. Er hatte in seinen Leben schon genug Operationen und musste schon genug leiden. Wir haben uns entschlossen die letzte Zeit die uns noch bleibt, mit ihm zu verbringen. Er sollte noch eine schöne Zeit haben. Die Zeit konnten wir dank Medikamente und seinen unwahrscheinlichen Lebenswillen auf fast drei Jahre ausdehnen. Er brauchte zwar sehr viele Medikamente da sein Herz auch nicht mehr mitspielte, aber er wollte noch täglich seine, wenn auch kleine Runde spazieren gehen und er wollte bis zum Schluss sein Futter.
Am 15. Oktober bemerkte ich das erste mal etwas bei ihm, etwas was ich bei ihm noch nie vorher gesehen hatte. Das Feuer, das Leuchten in seinen Augen war verschwunden. Sein Blick sagte mir dass er nicht mehr wollte. Das Aufstehen fiel ihm zusehenst schwerer, bzw. schaffte er es ohne Hilfe gar nicht mehr und man konnte sehen das ihm das gehen keine Freude mehr bereitet. Inkontinent war er schon länger doch dann hat er auch schon begonnen seinen Kot zu verlieren. Eine Freundin sagte mir mal, dass ich es ganz sicher bemerke wenn er nicht mehr will. Sie meinte, dass er es mir zeigt. Ich würde es ihn seinen Augen sehen. Meine liebe Sabine du hattest recht. Ich konnte es sehen und habe ihn sehr schweren Herzens am 17. Oktober gehen lassen. Es war die schwerste Entscheidung die ich je in meinen Leben treffen musste. Doch ich weis, dass es richtig war. Ich weis allerdings nicht wie lange es noch dauern wird über seinen Tod hinweg zu kommen. Er fehlt mir so unwahrscheinlich. Und er wird mir immer fehlen. Er war ein ganz besonderer Hund, der mein Leben sehr bereichert hat. Ich habe viel von ihm gelernt und ich bin froh und dankbar, dass ich ihn in seinem Leben begleiten durfte.
Danke, mein lieber Freund für die schönen 12 ½ Jahre. Ich werde die Zeit nie vergessen, ich werde dich nie vergessen. Du hinterlässt eine große Lücke in unserem Herzen und in unserem Rudel. Ich freue mich auf ein Wiedersehen im nächsten Leben. Gib auf meine kleine Sachiko gut acht. Wir sehen uns. Good bye Ossi.
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